07th Apr 2010

Die Nord-Stream-Pipeline, die Erdgasversorgung der Zukunft

Ab 2012 wird die Nord-Stream-Pipeline Erdgas von Russland durch die Ostsee nach Deutschland befördern. Bis dahin sollen die Bauarbeiten an dem Projekt abgeschlossen sein.

Die Nord-Stream-Pipeline soll Erdgas von dem westlich von Sankt Petersburg liegenden Wyborg (Russland) bis nach Greifswald (Deutschland) transportieren. Über 1.200 Kilometer wird die Leitung lang sein. Nach ihrer Fertigstellung wird die aus zwei Strängen bestehende Anlage pro Jahr insgesamt 55 Milliarden Kubikkilometer Erdgas befördern können. Für ihren Bau werden mehr als 200.000 Rohre benötigt. Davon hat jedes einen Durchmesser von 1,153 Metern. Der gesamte Bau der Anlage wird circa 7,4 Millionen Euro kosten. Mit ihrer in Betriebnahme im Jahr 2012 wird Nordeuropa über einen wichtigen Transportweg für Erdgas verfügen.

Die Planung sowie den Bau der Anlage übernimmt die 2005 gegründete Nord Stream AG. Ihr stehen für den Bau über die gesamte Strecke fünf verschiedene Logistikstandorte zur Verfügung, die als Basisstationen dienen. Die für den Bau benötigten Rohre werden dort gelagert und von speziellen Verlegeschiffen in der Ostsee versenkt. Ungefähr 2,15 Millionen Tonnen Stahl werden für die Nord-Stream-Pipeline benötigt.

Mit dem Bau der Pipeline bezweckt die europäische Union eine möglichst große Abhängigkeit von einzelnen Lieferwegen hinsichtlich der Belieferung mit Erdgas. Neben dem Bau der Nord-Stream-Pipeline existieren weitere Projekte, bei denen die EU Abkommen zur Versorgung mit den Erzeugerländern von Erdgas getroffen hat. Die Pipeline South Stream ist ein Beispiel hierfür. Sie versorgt Italien mit Erdgas aus der Region rund um das Schwarze Meer. Ein anderes Beispiel ist die Anlage Nabucco. Sie verläuft vom Kaspischen Meer nach Europa und wird 2014 fertig gestellt sein.

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