28th Okt 2010
Einigung über russisches Gas in Gefahr
Über den Weg des russischen Gases durch die Ukraine und ihr Pipeline-Netz wurde an dieser Stelle ja bereits berichtet. Im letzten Winter kam es zu vielen Unannehmlichkeiten für die Ukrainer, da die russischen Lieferanten die Belieferungen an die Ukraine stoppten und teilweise völlig einstellten.
Neue Verträge nötig
Tausende Menschen froren ohne Heizung und Warmwasser, die Versorgung mit Gas brach völlig zusammen. Und das alles während die weiter westlich wohnenden Nachbarn ihre Wohnungen und Häuser den ganzen Winter über problemlos mit Gas aus anderen Regionen beheizen konnten. Die Menschen in der Ukraine wollen es nicht auf einen neuen Krieg um das Gas mit solche schweren Engpässen in der Versorgung mit Gas kommen lassen. So wurde im letzten Jahr nach den Ereignissen, ein Zehn-Jahres-Vertrag geschlossen. Doch beide Seiten konnten sich nicht langfristig mit den Konditionen abfinden und wollen nun neu verhandeln.
Die Gier nach Gewinn
Die ukrainische Seite verlangt einen Preisnachlass, die russische Seite will im Gegenzug am ukrainischen Pipeline-Netz beteiligt werden. Über dieses Netz wird auch Gas für Europa durch die russische Firma Gazprom geliefert. Sollte Russland Anteile bekommen, verliert die Ukraine ein wichtiges Druckmittel für alle weiteren und zukünftigen Verhandlungen. Die Präsidenten beider Seiten sind aber trotz der aktuellen Uneinigkeiten immer noch zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werden kann. Es soll weiter verhandelt werden zwischen Wladimir Putin und seinem ukrainischen Ministerpräsidentenkollegen Mykola Asarow in Kiew. Bleibt zu hoffen, dass noch vor Beginn des Winters eine Lösung, mit der sich beide Seiten zufrieden geben können gefunden wird. Im Jahr 2009 war im Januar die Gaslieferung und die Verbindung in Richtung Europa zwei lange Wochen unterbrochen gewesen.
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