07th Mrz 2011
Oettinger fordert verbraucherfreundliche Gasrechnung
Mehr Transparenz auf der Gasrechnung – das wünscht sich Günther Oettinger, der EU-Energieminister, und fordert die Versorgungsunternehmen dazu auf, ihr Abrechnungssystem umzustellen.
Ganz konkret wünscht sich der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, dass die Energiekonzerne ihren Kunden in Zukunft monatliche Abrechnungen für Strom und Gas schicken sollen. Bislang ist es nämlich üblich, dass die deutschen Energiekunden von ihrem Versorger lediglich einmal im Jahr eine Abrechnung erhalten.
Kosten nicht überschaubar
Zwar sind auch in dieser Jahresabrechnung der Verbrauch und die anfallenden Kosten für Strom und Gas aufgelistet. Dennoch fällt es vielen Verbrauchern nicht immer einfach, alle aufgeführten Kostenpunkte nachvollziehen und nachrechnen zu können. Durch die Umstellung auf eine monatliche Abrechnung von Gas würden die Kostenkalkulation und die anfallenden Beträge für die Kunden besser ersichtlich und verständlich, so Oettinger einem Zeitungsinterview.
Oettinger sieht Aufklärungsbedarf
Zusätzlich zur Umstellung auf die monatliche Abrechnung der Gaskosten wünscht sich Oettinger bessere Aufklärung der Verbraucher über die Entstehung der Energiepreise sowie die Energiesparmöglichkeiten. Hierzu will der EU-Energieminister am Dienstag eigens einen Aktionsplan vorlegen. Denn laut Oettinger seien viele Verbraucher zwar bestens über die aktuellen Kraftstoffpreise informiert. Wie sich hingegen zum Beispiel der Strompreis zusammensetze, wisse hingegen längst nicht jeder. Auch über die Möglichkeiten zum sparsamen Umgang mit Strom und Gas seien die Verbraucher nicht ausreichend informiert.
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